9. Stufenweise wachsen

 

 

Wenn wir Neues lernen

Wenn wir etwas Neues lernen, brauchen wir Geduld – und statt Ansprüche und Erwartungen an uns selbst, lieber Hingabe, Vertrauen und unsere Erlaubnis, schrittweise zu wachsen.

Immer wieder sollten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Stimme in uns richten. Die Stimme, die alles immer sofort können möchte. Statt ihr nachzugeben, sollten Selbstliebe und Respekt uns und unserem Körper gegenüber, sich durch jede Bewegungspraxis ziehen.

Frei von Erwartungen und Druck an uns selbst – vor allem in unserer Bewusstseins- und Bewegungspraxis.

Druck und übernatürliche Erwartungen an uns selbst, haben wir schon in vielen Bereichen unseres Lebens, jeden Tag. Durch die Praxis wollen wir üben, diese abzubauen und milder mit uns zu werden.

Wir brauchen eine liebevolle Selbstdisziplin, die uns hilft, in Bewegung zu kommen und zu bleiben. Sie soll uns stärken, jedoch nicht überfordern.

 

Unser Wunsch nach Weiterentwicklung

Der Wunsch nach einer natürlichen Weiterentwicklung, weckt unser Interesse, neue Inhalte und Prinzipien zu erlernen, zu erfahren und zu verinnerlichen. So erleben wir, wie Neues unsere bisherige Praxis ergänzt und uns zu einer vertieften Praxis und auf neue Wege führt.

 

Beginnen wir ergänzend zu unserer bisherigen Bewegungspraxis, Yoga oder Movement vertieft hinzuzufügen, wird dies unsere bisherige Praxis auf eine völlig neue Stufe heben.

Wir werden uns und unseren Körper durch erweiterte, innere Ansätze und Körperimpulse ganz neu erleben. Schon innerhalb kürzester Zeit, sorgt diese Ergänzung dafür, dass wir eine neue, erweiterte Ebene unserer Praxis kennenlernen.

Auch wenn Yoga letztendlich Movement ist, und Movement mit derselben Aufmerksamkeit und Tiefe wie Yoga praktiziert werden kann, müssen wir beides zunächst einmal erlernen. Dabei ist es wichtig, dass wir uns die Zeit geben, die wir benötigen, das Neue zu üben und auf diese Weise einen wirklichen, nachhaltigen Bezug zur Praxis aufbauen.

 

Wir wollen unsere Praxis in ihrer ganzen Tiefe erfahren – egal, welche Bewegungsform wir ausführen.

 

Lernen wir, unserem Körper genau zuzuhören, werden wir merken, worauf wir aktuell unsere Schwerpunkte legen sollten:

Mal ist es mehr Yoga, mal ist es mehr Movement.

 

Mal das eine, mal das andere. Immer im Wechsel? Immer mehr beides gemeinsam!

Nun, das kann ganz stark variieren. Lasst euch ganz frei darauf ein und löst euch von festen Ideen und Konzepten. Irgendwann wird sich ganz von alleine eine natürliche Balance ergeben.

 

Frage dich immer wieder: Wo möchte mich Körper & Herz und meine Praxis heute hinführen?