16. Individualisierungsprozess: Aus Movement und Yoga eine zeitgemäße Praxis entwickeln

 

 

Individualisierungsprozess

Movement = erweiterte, natürliche Bewegungsimpulse, um aus der alten Yogapraxis, eine heutige individuelle Praxis werden zu lassen

Erinnern wir uns: Wir sind hier, um durch alle gemachten Erdenerfahrungen unsere Einzigartigkeit zu finden und Individualität, statt Gleichheit zu leben.

 

Aus dem alten Gedanken, der aus den alten Yogaschriften entsprang: Wir sind alle EINS, bringen natürliche, erweiterte Bewegungen den zeitgemäßen Impuls: wir sind alle einzigartig.

 

Aktuell sind die Menschen so stark gebunden, dass sie sich nicht mehr fühlen können.

Eine Meditations-Praxis und auch eine reine Yogapraxis ist nicht mehr ausreichend, um sich den Herausforderungen des extrem zerstörerischen Materialismus und der digitalen Entwicklung zu stellen.

Wir müssen bestehende Konstrukte auflösen.

 

Das, was wir im Körper erfahren, hat eine unmittelbare Wirkung auf unseren Geist.

 

Somit kommen freie Bewegungen, um die bestehenden Yogaformen zu erweitern – damit wir uns noch selbstbewusster im Körper erfahren können.

 

Bleiben wir bei den alten Formen, bleiben wir bei den alten Konstrukten.

 

Movement will uns von der Unnatürlichkeit im Heute, zurück zu Natürlichem führen.

Movement führt uns zurück zur Natur, zu unserer Natur und einer neuen Verbindung mit der Erde.

Eine zeitgemäße Bewusstsein- und Yoga-Praxis, die sich stufenweise aufgebaut hat, um für uns Menschen im Heute wirksam zu sein, bekommt eine Flut von neuen wichtigen Impulsen, um auf eine völlig neue Stufe unseres Selbst zu gelangen.

 

Movement inspiriert uns aus den alten Yoga-Formen heraus zu individualisieren und unseren natürlichen Impulsen wieder zu vertrauen.

 

Bewegen wir uns mit derselben Intention wie beim Yoga, geschieht das auf eine voll bewusste und achtsame Art und Weise.

Der gelernte Umgang mit Kraft und Energie, kommt uns in dem Individualisierungsprozess zugute und sorgt dafür, dass wir unseren Fokus halten können und dazu unser Bewusstsein immer mehr entwickeln.

 

Etwas Neues greift das Alte…etwas Altes greift das Neue. 

Es entsteht eine zeitgemäße Verbindung, die stark macht und für unser Heute von größerer Bedeutung ist.

 

Das alte Yoga ist die Basis

…eine weiterentwickelte zeitgemäße Yoga- und Bewusstseinspraxis, die sich mit uns hier und heute beschäftigt, eine natürliche Folge, wenn wir nicht stehen bleiben sondern sinnvolle Impulse, die seitdem hinzukamen, integrieren.

…Movement, natürliche erweiternde Bewegungen sind der nächste nötige Schritt.

Der nächste Schritt kann nur gegangen werden, wenn eine Basis darunter liegt…

Und von der Basis aus kann sich nur weiterentwickelt werden, wenn neue Impulse auf und angenommen werden.

Wie in den anderen Texten beschrieben, entstammen wir aus einer Einheit und sind hier auf der Erde, um durch das Bilden von Bewusstsein individuell und einzigartig zu werden.

 

Wir sollen das SELBT-Bewusstsein und Selbstvertrauen erlangen, um unseren persönlichen Weg, der immer der beste Weg sein wird, auch wirklich einzuschlagen und zu verfolgen.

 

Wenn wir durch erweiterte Bewegungen damit anfangen unseren Körper so zu bewegen, wie es sich in jedem Moment für uns stimmig anfühlt, unterstützen wir diesen Prozess.

Wie es sich für uns stimmig anfühlt, kann uns von außen nicht vorgegeben werden.

Wir können Ideen und Impulse von außen bekommen, doch jede Bewegung sollte im Einklang mit uns ausgeführt werden.

 

Wir werden mutiger werden, alte, sichere Formen zu verlassen und diese Sicherheit auch in neuen Formen selbst zu finden.

 

Egal ob gehalten oder im Bewegungsfluss.

Wir werden in unserer Bewegungspraxis immer selbstständiger und weniger abhängig von den Impulsen im Außen.

Ganz egal wo wir sind, ganz egal ob es einen Lockdown gibt …wir werden darin geschult, uns zu jeder Zeit auf unsere eigene Art und Weise bewegen zu können.

 

Jede Praxis, die aus einer inneren Intention heraus praktiziert wird, wird uns auf einen spirituellen Weg führen.

 

Wenn wir auf einem spirituellen Weg sind, egal ob Yoga oder Movement, brauchen wir wieder eine begleitete Bewusstseins- und Meditationspraxis.

Ein Wissen über Prinzipien, den Aufbau unseres menschlichen Bewusstseins und die richtige Literatur, aus der wir lernen können.

Ein Wissen über unsere feinstofflichen Systeme, unseren Körper und ein Wissen über Energieflüsse.

 

Reine Körpererfahrung ohne Wissen kann uns nur bis zu einem gewissen Punkt wachsen lassen.

 

Angefangen beim Grobstofflichen, wie Anatomie, Physiologie, und die optimale Ausrichtung des Köpers, bis hin zum feinsten Energetischem.

 

Die Kunst ist, die universellen Ausrichtungsprinzipien, die uns beim Yoga Stabilität geben und gleichzeitig weit und bewusst halten, in die Movementpraxis hinein fließen zu lassen.

 

Wie schon gesagt, diese Prinzipien machen großen Sinn, denn sie sind universell, für jeden und vor allem sind sie ganz natürlich und schlüssig, wenn wir Energie verstehen lernen. Sie lassen sich auf alles im Leben anwenden.

Ein Mensch, der bewusst ist und Menschen die, gelernt haben auf ihren Körper zu hören und von ihm zu lesen – egal ob beim Yoga oder einer anderen Bewegungsform – werden sie als völlig natürlich und auch bekannt empfinden, denn sie entstehen aus uns selbst heraus und sind die Folge einer achtsamen Praxis, die Weiterentwicklung erlaubt.

 

Yoga hilft uns, immer wieder – alle neuen Impulse, die wir durchs Movement bekommen, auf einer tieferen Ebene bewusst zu fühlen und zu integrieren.

 

Yoga sorgt dafür, dass wir die innere Weite halten und nicht „ziehen“ und dass unser Energiefluss bestehen bleibt.

Nachdem wir das Neue integriert haben, kann ein neuer Impuls kommen und wirksam werden.

Neue Impulse, die nicht richtig integriert werden, lassen sich nicht tief in uns verwurzeln.

 

Jede neue Bewegung soll mit Bewusstsein gefüllt sein.

Ohne Kampf, Krampf und zu viel Anstrengung, was uns schnell überfordern lässt.

 

All das, was wir beim Yoga üben, üben wir beim Movement weiter …

Irgendwann können die Bewegungen immer fließender werden.

Je sicherer wir in den Prinzipien sind und wir lernen, uns von der Energie tragen zu lassen, desto mehr lässt der äußere Kampf los.

Die Bewegung können groß, doch auch kaum sichtbar klein sein.

Sie können sehr kraftvoll oder ohne die Ansteuerung von Muskulatur stattfinden.

 

Vorher noch isoliert geübte Bewegungen, finden ganzheitlich statt.

Die Bewegungen werden immer natürlicher und entstehen aus uns selbst heraus.

Die Bewegungen fließen ineinander ohne Anfang und ohne Ende.

Ohne, dass die Energie abbricht – auch nach der Praxis nicht.

Lebendigkeit, atmen.

Ein Pulsieren zwischen den Prinzipien und den Gegensätzen.

Muskuläre und organische Energie in Balance.

 

Permanente Weiterentwicklung im Körper und im Geist, doch ganz ruhig.

 

Ohne das zu krampfhaft zu fokussieren…ohne unbedingt weiter kommen zu wollen.

Die Entwicklung geschieht weil wir zuhören, weil wir immer mehr erfühlen lernen, wo wir vorher noch unbewegt, unbewusst und leblos waren…

Wir lernen uns und unseren Körper immer besser kennen.

Wir lernen, mit uns, unserem Körper und gleichzeitig mit unseren Themen umzugehen und daran zu arbeiten – körperlich und innerlich.

Vor allem üben wir das liebevoll und uns selbst zugewandt.

Wir lernen, uns nicht mehr zu kontrollieren.

Wir lernen, nichts mehr von uns zu erwarten.

Wir lernen vor allem, nicht mehr zu kämpfen und zu erfahren, dass wir nicht kämpfen müssen, sondern uns einlassen dürfen auf uns selbst und unsere eigene Praxis.

 

Lernt, euch wieder zuzuhören, dann ergibt alles so viel Sinn.

 

Wir können am allermeisten von uns selbst lernen, alle Antworten, die wir suchen, finden wir ins uns, wenn wir uns auf unsere persönliche Reise einlassen.

 

Je mehr wir durch die Verbindung von Meditation, Bewusstsein, Yoga und Movement bei uns ankommen, desto individueller wird unsere Praxis werden und unser Selbstverständnis steigt.

 

Wir finden so eine echte Orientierung in uns, die wir im Außen so nie finden könnten.

Wir beginnen immer mehr unseren Weg zu gehen und Impulse im Außen auf unsere Art und Weise einfließen zu lassen, wenn wir das wollen.

 

Wir werden zu selbstbewussten Menschen, die Verantwortung für sich übernehmen.

 

Unsere Körpermaterie wird immer bewusster und dadurch werden wir das auch.

Wir werden zunehmend erfahren, dass wir mehr als die Begrenzung unserer Körperhülle sind.

Wir geben unser Bestes, mit unserem Körper bestmöglich umzugehen und für ihn zu sorgen, doch die Identifizierung damit wird weniger.

Wir praktizieren nicht mehr, um irgendeine besondere Form zu erreichen oder irgendwie auszusehen. Wir praktizieren, um Bewusstsein zu schaffen und für das Gute wirken zu können.

Die Themen Natürlichkeit, Gesundheit und Lebendigkeit werden immer wichtiger für uns werden und es entspringt der Wunsch auch über uns hinaus dafür zu sorgen, dass es dem Außen und der Erde gut geht.

 

Aus einer Praxis, die wir damals wegen uns selbst begonnen haben, überwinden wir das Selbst und somit auch die Identifizierung mit unseren persönlichen „Problemen“.

 

Wir leiden nicht mehr so stark und haben mehr Kapazitäten, im Außen Leid zu lindern.

 

Unsere Praxis kann uns in eine neue, gesündere Zukunft hineinführen.

 

……und dass MUSS so sein, denn sonst zerstören wir uns selbst und unseren Planeten für immer.

Wenn wir uns das vor Augen halten, bekommt die Bewusstseins- und Bewegungsgpraxis einen so großen Sinn…

 

…wir haben viel zu tun und wenn ich sagen würde, wir haben nichts zu verlieren, würde ich lügen.

Wir müssen nicht eilen, jedoch beständig voran und weitergehen, damit die Härte uns nicht erdrückt und wir sie am Ende nicht mehr überwinden können.

Noch können wir es schaffen, wenn wir anfangen, uns zu bewegen!!